Seepferdchen: der schwierigste Fund im Makrotauchen
Das Pygmäen-Seepferdchen ist ein Meisterwerk der Mimikry. Einige Arten (Hippocampus bargibanti) leben ausschließlich auf bestimmten Gorgonien-Fächerkorallen und haben sich so entwickelt, dass sie Farbe und Knubbelmuster ihres Wirts exakt nachahmen. Sie sind so groß wie ein Reiskorn. Sie bewegen sich nicht.
Ohne dass ein Guide darauf zeigt, ist es praktisch unmöglich, eines zu finden. Selbst wenn ein Guide direkt darauf deutet, kann es 30 Sekunden dauern, in denen man dieselbe 10-cm-Stelle anstarrt, bevor das Auge das Tier wahrnimmt.
Arten, nach denen man suchen sollte
- Bargibants Pygmäen-Seepferdchen — lebt auf Muricella-Gorgonien, knubbelig, lila-rosa
- Denises Pygmäen-Seepferdchen — winzig (1 cm), auf dünnästigen Gorgonien
- Pontohs Pygmäen-Seepferdchen — auf Algen, nicht auf Fächern, am häufigsten in Lembeh und Anilao
- Gewöhnliches Seepferdchen — die größere (bis 15 cm) Art, die die meisten Taucher im Kopf haben
Wo man sie sehen kann
- Lembeh-Straße (Indonesien) — Hauptstadt der Pygmäen
- Cannibal Rock (Komodo) — Pygmäen auf Gorgonien
- Raja Ampat — alle Arten der Korallendreieck-Liste
- Anilao (Philippinen) — Pygmäen und seltene Pfeifenpferdchen
Technik
Nimm eine starke Lampe mit, fotografiere mit minimaler Blitzleistung (starkes Blitzen stresst sie) und berühre niemals den Wirt. Schwebe neutral und wirble kein Sediment auf — Sediment zerstört bei einem Makrotauchgang sofort die Sicht.