Meeresschildkröten: die Stammgäste des Riffs
Weltweit existieren sieben Meeresschildkrötenarten. Fünf davon können bei einem typischen Riff-Tauchgang angetroffen werden: Suppenschildkröte, Echte Karettschildkröte, Unechte Karettschildkröte, Bastardschildkröte und Lederschildkröte. Die ersten beiden sehen Taucher am häufigsten.
So unterscheidet man sie
- Suppenschildkröte: groß (Panzer bis 1,5 m), glatter ovaler Carapax, ein einzelnes Schuppenpaar zwischen den Augen, abgerundeter Kopf. Überwiegend pflanzenfressend — oft beim Grasen an Seegras oder Algen zu beobachten.
- Echte Karettschildkröte: kleiner, mit spitzem schnabelartigem Maul und gezacktem Panzerrand. Ernährt sich hauptsächlich von Schwämmen. Häufig an Riffen, oft in Spalten verborgen.
- Unechte Karettschildkröte: die größte der hartschaligen Schildkröten, mit massivem Kopf und kräftigen Kiefern (gebaut, um Krebs- und Conchschalen zu zerbrechen).
- Lederschildkröte: die größte von allen, über 2 Meter, mit einem weichen Lederpanzer statt eines harten Carapax. Pelagisch — bei Riff-Tauchgängen sehr selten zu sehen.
Wo Schildkröten häufig sind
Suppenschildkröten kommen überall in den Tropen vor, aber besonders dicht in Sipadan (Malaysia), den Galápagos, Hawaii und am Great Barrier Reef. Echte Karettschildkröten bevorzugen Hartkorallenriffe — die Malediven, Raja Ampat und die Karibik sind alle verlässlich.
Tauchetikette
Niemals berühren, niemals jagen, niemals reiten. Bleibe über dem Rücken der Schildkröte — eine Annäherung von unten kann sie in Panik versetzen. Eine ruhende Schildkröte hält den Atem an; zwinge sie nicht, aufzutauchen.