Tauchlampen: Primär, Backup und Fokus — die Unterschiede
Divers moving from rental torches into buying their own light system for night, wreck, or cave diving.
Der Begriff „Tauchlampe" bezeichnet drei völlig unterschiedliche Werkzeuge. Zu wissen, welches du brauchst, verändert die Kaufentscheidung grundlegend.
Drei Aufgaben, drei Lampen
Tauchlampen lassen sich in drei Funktionskategorien einteilen, und eine für eine Aufgabe optimierte Lampe ist bei den anderen aktiv ungeeignet.
Eine Primärlampe ist deine Hauptlichtquelle unter Wasser. Sie braucht hohe Leistung (1.500–4.000 Lumen), lange Brenndauer (90+ Minuten) und einen schmalen, fokussierten Strahl, der Schwebstoffe im Wasser durchdringt. Die Primärlampe ist die Lampe, mit der du tauchst.
Eine Backuplampe kommt zum Einsatz, wenn die Primärlampe versagt. Sie ist kleiner, leistungsärmer (400–1.000 Lumen) und hat einen breiteren Strahl. Backuplampen hängen am BCD und werden nur im Notfall oder in den letzten Minuten eines langen Nachttauchgangs eingeschaltet.
Eine Fokuslampe (auch Foto- oder Videolampe) ist für Unterwasserfotografie gebaut. Sie erzeugt einen breiten, gleichmäßigen Strahl, der das Motiv ohne heiße Flecken ausleuchtet. Die Leistung ist moderat (800–2.000 Lumen). Fokuslampen werden typischerweise auf einem Kameratray montiert.
Für Nachttauchgänge
Eine Primärlampe und eine Backuplampe. Kauf sie zusammen. Ein häufiger Fehler ist, eine einzige teure Lampe zu kaufen und ohne Backup zu tauchen — wenn sie bei 20 Metern im Nachttauchgang versagt, schwimmst du im Dunkeln zurück und nutzt deinen Tauchcomputer als Leuchtmittel.
Die Big Blue AL1800XP und die Light & Motion Sola Dive sind beliebte Primärlampen im Bereich von $200–300. Jede günstige 800-Lumen-Taschenlampe einer anerkannten Tauchmarke eignet sich gut als Backup.
Für Wracktauchen mit Penetration
Hier brauchst du zwei Backuplampen, nicht eine. Das ist eine feste Regel beim Penetrationstauchen: Primär + 2 Backups. Lampenausfälle passieren häufiger als gedacht, und mit nur einem Backup steht man einen Ausfall vor dem Problem, ein Wrack im Dunkeln navigieren zu müssen.
Für Wracktauchen lohnt sich eine Canisterlampe (separater Akkupack am Gürtel, per Kabel mit dem Lampenkopf verbunden). Canisterlampen bieten deutlich längere Brennzeiten bei hoher Leistung — 3 Stunden oder mehr statt 90 Minuten — auf Kosten des Packmaßes.
Für Video und Fotografie
Zwei Fokuslampen auf einem Tray. Eine einzelne Lampe erzeugt harte Seitenlichter. Mit zwei Lampen wird das Motiv von beiden Seiten gleichmäßig ausgeleuchtet. Zahle lieber für gute Farbwiedergabe (CRI 90+) als für pure Lumen — eine 1.500-Lumen-Fokuslampe mit CRI 95 liefert deutlich besseres Filmmaterial als eine 3.000-Lumen-Taschenlampe mit CRI 70.
Was du nicht kaufen solltest
Finger weg von namenlosen chinesischen Taschenlampen, die mit „10.000 Lumen" für $40 beworben werden. Die Lumenangaben sind frei erfunden, die Strahlqualität ist schlecht, die O-Ringe versagen, und die Akkus sind oft unsicher. Das ist einer der Bereiche, in denen Tauchmarken ihre Aufpreise rechtfertigen.
- + LED technology means long burn times and no bulb replacement
- + Modern primaries are brighter and smaller than ever
- + Backup lights are cheap — no reason not to carry one
- + Canister lights still rule for serious wreck and cave work
- − Good dive lights are expensive ($150-500 for primaries)
- − Cheap torches from non-dive brands are unreliable and sometimes unsafe
- − Rechargeable batteries complicate travel (airline restrictions)