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Bericht · dive guide

Maske, Flossen und Schnorchel: Das Starter-Set erklärt

March 17, 2026 3 min read

Warum kaufen statt mieten

Tauchbasen vermieten Masken, Flossen und Schnorchel. Die meisten Taucher, die keine eigene Maske besitzen, haben mindestens eine Erfahrung gemacht, bei der die Mietmaske leckte, ständig beschlug oder schlicht nicht zum Gesicht passte. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache für Unbehagen bei rekreativen Tauchgängen.

Eine Maske, die perfekt zu deinem Gesicht passt und über zehn Tauchgänge eingetaucht wurde, ist eine grundlegend andere Erfahrung als eine Mietmaske, die schon Hunderten anderer Gesichter angehörte. Dasselbe gilt für Flossen, wenn auch weniger drastisch. Eine eigene Maske, eigene Flossen und einen eigenen Schnorchel zu kaufen ist die mit Abstand renditeträchtigste Investition für Anfänger.

Wie man eine Maske wählt

Der einzige Weg, eine Maske zu wählen, ist sie aufzusetzen. Der Passtest:

  1. Halte die Maske ohne Bändersystem ans Gesicht
  2. Atme leicht durch die Nase ein, um eine Dichtung zu erzeugen
  3. Loslassen — die Maske sollte mehrere Sekunden halten

Fällt sie sofort, passt der Schurz nicht zur Gesichtsform. Keine Bandeinstellung gleicht eine grundsätzlich schlechte Dichtung aus.

Schurzmaterial: Silikon (klar oder schwarz) ist Standard. Klares Silikon lässt mehr Streulicht herein, vergilbt aber. Schwarzes Silikon reduziert Reflexe und wird von Fotografen bevorzugt.

Glaskonfiguration:

  • Einglas: weitestes Sichtfeld; kann Korrekturgläser für Myopie aufnehmen
  • Zweiglas (zwei Gläser durch Nasensteg getrennt): kompakt, geringes Volumen; leichter zu druckausgleichen; die häufigste Bauform
  • Weitwinkel/Panorama: Drei-Glas-Designs mit Seitenfenstern; maximales peripheres Sehen auf Kosten des Volumens

Volumen: Volumenarme Masken sind leichter zu klären (weniger Luft nötig, um Wasser herauszudrücken) und leichter auszugleichen, wenn sich die Maske in der Tiefe ans Gesicht presst. Apnoe-Masken sind sehr volumenarm. Für rekreatives Tauchen ist niedriges bis mittleres Volumen vorzuziehen.

Korrekturgläser: Viele Hersteller bieten Sehstärke-Gläser als Zubehör — geschliffen für Standardkorrektur oder Bifokal zum Ablesen der Instrumente. Wer ohne Kontaktlinsen taucht, sollte das von Anfang an einplanen.

Antibeschlag-Verfahren

Neue Masken haben innen einen Film aus Silikon-Trennmittel, der zu katastrophalem Beschlag führt. Vor dem ersten Einsatz: weiße Nicht-Gel-Zahnpasta auf die Innenseite jedes Glases auftragen, gründlich einreiben, zehn Minuten einwirken lassen, abspülen. 2–3 Mal wiederholen. Vor jedem Tauchgang eine kleine Menge Babyshampoo verteilen und kurz abspülen — gerade so viel, dass kein Beschlag entsteht, ohne dass das Glas rutschig wird.

Wahl der Flossen

Vollfußflossen sitzen wie ein Schuh — kein Füßling nötig. Leichter, stromlinienförmig, gut für Warmwassertauchen ohne Füßlinge. Auf eine exakte Schuhgröße begrenzt.

Geräteflossen mit offenem Fuß haben einen verstellbaren Riemen und werden mit Tauchfüßlingen getragen. Standard für die meisten Sporttaucher. Passgenau einstellbar; dieselben Flossen lassen sich mit dünnen Füßlingen (Warmwasser) oder dicken (Kaltwasser) tragen.

Blattform:

  • Vollblatt (klassisch): einfach, langlebig, kraftvoller Schlag. Hoher Energieaufwand, guter Schub.
  • Splitfin: ein vertikaler Schlitz mitten im Blatt; erzeugt Schub mit weniger Muskelaufwand bei Flutterkick. Luftsparend, gut für lange Oberflächenstrecken.
  • Paddel mit Kanal-Vents: Kanäle oder Öffnungen reduzieren den Widerstand im Rückschlag. Guter Mittelweg fürs Sporttauchen.

Steifigkeit: Steifere Flossen erzeugen mehr Schub pro Schlag, fordern aber stärkere Beine. Weichere sind besser für lange flache Tauchgänge, Apnoe und Taucher mit Knieproblemen. Die meisten Sporttaucherflossen liegen im mittleren Bereich.

Wahl eines Schnorchels

Ein Schnorchel hat zwei Aufgaben: Wasser aus dem Mund zu blasen, bevor man an der Oberfläche den Atemregler aufsetzt, und vor dem Abtauchen bequem an der Oberfläche zu schwimmen. Für Tauchen (im Gegensatz zum Schnorcheln) ist der Schnorchel ein Sekundärwerkzeug.

Klassisches J-Rohr: ein einfaches gebogenes Rohr mit Mundstück. Leicht, packbar, günstig. Keine beweglichen Teile, die versagen können. Der Profi-Favorit — weniger Widerstand, nichts, was unter Wasser kaputtgehen kann.

Halbtrocken / Dry Top: ein Ventil oben am Rohr, das Wassereintritt bei brechenden Wellen reduziert. Bequemer für Anfänger. Das Dry-Top-Ventil erzeugt etwas Widerstand und ein leicht ungewohntes Atemgefühl.

Für Sporttauchen reicht ein einfaches J-Rohr oder ein Halbtrocken-Schnorchel jeder seriösen Marke. Stecke das Geld in die Maske.

— Ende des Berichts —
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