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Regulator advanced $500-1500

Atemregler: Erste-Stufe-Wahl für Kaltwassertauchen

Divers heading to waters below 10C, including ice divers and drysuit divers on UK/Scandinavian/Pacific Northwest wrecks.

Nicht alle Atemregler sind gleich, wenn die Wassertemperatur sinkt. Hier erfährst du, worauf es wirklich ankommt, wenn das Risiko ein Freistrom in 30 Metern Tiefe ist.

Kaltes Wasser stellt andere Anforderungen an den Atemregler

In warmem Tropenwasser funktioniert nahezu jeder gewartete Atemregler problemlos. In Wasser unter 10 °C können Regler einen Freistrom entwickeln — einen unkontrollierten Gasfluss, der durch Eisbildung im Inneren der Erst- oder Zweitstufe verursacht wird — und eine Flasche in weniger als 60 Sekunden leeren. Das ist keine Theorie. Es passiert jedes Jahr bei Eistauchen und tiefen Kaltwassertauchgängen.

Das Design eines Kaltwasser-Atemreglers zielt darauf ab, Eisbildung zu verhindern und einen Freistrom einzudämmen, falls er doch einsetzt.

Membran- vs Kolben-Erstsrufe

Gekapselte Membran-Erstsrufen sind der Kaltwasser-Standard. Die Membran isoliert den internen Mechanismus vom Wasser, sodass sich kein Eis in der Erstsrufe bildet. Kolben-Erstsrufen können ebenfalls umweltgekapselt sein (Apeks DST, Scubapro MK25 EVO), aber ungekapselte Balanckolben sollten generell für intensiven Kaltwassereinsatz vermieden werden.

Für Freizeittauchen in kaltem Wasser bis etwa 4 °C ist ein hochwertiger umweltgekapselter Kolben ausreichend. Für nahezu eiskaltes Wasser oder Tauchen unter Eis haben Membrandesigns (Apeks XTX, Poseidon Xstream, Scubapro MK17 EVO) die bessere Erfolgsbilanz.

CE-Kaltwasserzertifizierung

Achte auf die EN 250:2014-Zertifizierung mit der zusätzlichen „Kaltwasser"-Kennzeichnung. Das bedeutet, der Regler wurde bei 4 °C getestet und hat nicht versagt. Es ist kein perfekter Garant für reale Leistung, aber ein Regler ohne diese Zertifizierung sollte für Kaltwasser nicht in Betracht gezogen werden.

Zweitstufen sind genauso wichtig

Eine kaltwasserzertifizierte Erstsrufe in Kombination mit einer für tropisches Tauchen ausgelegten Zweitstufe ist immer noch ein Freiströmrisiko. Achte auf Zweitstufen mit metallischen Wärmespreizern (anstatt rein plastischen Gehäusen), die Wärme aus dem umgebenden Wasser in den Mechanismus leiten. Metallische oder metallbeschichtete Zweitstufen sind schwerer, aber deutlich zuverlässiger im Kaltwasser.

Die bewährten Kaltwasser-Setups

Die Apeks XTX200-Kombination aus Erst- und Zweitstufe ist seit über einem Jahrzehnt der Arbeitsstandard für technisches Tauchen in Großbritannien, Schottland und Skandinavien. Das Scubapro MK17/G260 ist das schweizerische Äquivalent. Der Poseidon Xstream wird von Berufs- und Militärtauchern weltweit eingesetzt. Alle drei sind teuer — alle drei sind ihr Geld wert, wenn du regelmäßig in kaltem Wasser tauchst.

Für gelegentliche Kaltwassertrips ist jeder umweltgekapselte Regler von Apeks, Scubapro, Aqua Lung oder Mares deutlich sicherer als ein Tropenmodell.

Pros
  • + Environmentally sealed first stages prevent ice formation
  • + Metal second stage heat sinks reduce free-flow risk
  • + EN 250:2014 cold-water certification is testable and reliable
  • + Cold-water rated regs work fine in warm water too
Cons
  • Significantly more expensive than tropical regs ($300-800 more)
  • Heavier, especially with metal second stages
  • Service intervals stricter — annual service not optional
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