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Komodo-Nationalpark: Tauchen in der Strömung

December 29, 2025 2 min read

Warum Komodo anders ist

Der Komodo-Nationalpark liegt an einem Knotenpunkt der Gezeitenkräfte zwischen Indischem Ozean und Flores-See. Die Wassertemperatur kann innerhalb von Sekunden von 28 °C an der Oberfläche auf 18 °C in 20 Metern fallen, wenn kaltes Auftriebswasser aufsteigt. Dieser Temperaturunterschied erzeugt eine außergewöhnliche Planktonproduktivität — Grundlage für eines der dichtesten Meeresökosysteme Indonesiens, das in sehr anderen Bedingungen mit Raja Ampat um die Biodiversität wetteifert.

Die Strömungen hier sind nicht bloß Dekoration. Spots wie Castle Rock, Crystal Rock und The Cauldron (Shotgun) laufen mit Gezeitenströmungen, die 5 Knoten übersteigen können. Das Planen um die Stillwasserphasen herum ist Pflicht.

Der Norden: pelagische Action

Castle Rock und Crystal Rock liegen im Norden Komodos nahe Gili Lawa Darat. Beide sind untergetauchte Pinnacles, umspült von Strömungen aus dem offenen Ozean, die Schulen von Makrelen, Füsilieren und Regenbogenläufern herantragen. Graue Riffhaie stapeln sich im Blauwasser über den Felsen; Adlerrochen ziehen in der Tiefe vorbei. An außergewöhnlichen Tagen tauchen Bogenstirn-Hammerhaie auf.

The Cauldron (auch Shotgun genannt) ist ein ungewöhnlicher Spot: eine Bucht, die sich mit der einlaufenden Tide füllt und einen Strömungsfluss durch einen schmalen Kanal erzeugt, der die Taucher durch dichte Weichkorallen ins offene Wasser hinausspült.

Der Süden: Mantas und kaltes Wasser

Manta Point (Karang Makassar) ist der Headliner. Riffmantas besuchen ganzjährig eine Putzstation; Hochsee-Mantas erscheinen von August bis Oktober. Das Wasser an der Putzstation liegt meist bei 22-24 °C, mindestens ein 5-mm-Nassanzug ist nötig.

Cannibal Rock in der Horseshoe Bay (Süd-Komodo) ist der beste Makro-Spot des Parks: Pygmäenseepferdchen an Gorgonien, eine außergewöhnliche Nacktschneckenvielfalt und rosa-gelbe Weichkorallen, die auf Fotos unmöglich wirken.

Batu Bolong gilt bei vielen lokalen Betreibern als der beste Spot des Parks — ein untergetauchter Pinnacle, vollständig mit rosa und gelben Weichkorallen bedeckt, umkreist von Riffhaien und patrouilliert von Napoleon-Lippfischen.

Liveaboard gegen Landbasis

Komodo taucht man am besten per Liveaboard. Labuan Bajo (die nächste Stadt, an der Westspitze von Flores) hat sich rapide zu einem Tourismuszentrum entwickelt und bietet inzwischen passable Landbetriebe, aber die äußeren Spots verlangen viel Bootszeit.

Beste Saison: April-November. Dezember-Februar bringen raue See und eingeschränkte Sicht. Juli-August ist Hochsaison — 6 Monate im Voraus buchen.

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